Tag: Studie

Die elektrische Zigarette

(674 Tage) Heute widme ich mich erneut einem Thema, das derzeit heiß diskutiert wird: die elektrische oder elektronische Zigarette.
Nachdem ich auf einigen Teleshopping-Sendern den Verkauf dieser Produkte beobachtet habe, möchte ich auf einen alten Beitrag von mir verweisen, den ich bereits 2010 verfasst habe: „Die elektronische Zigarette“.

 
Außerdem lege ich Euch die Lektüre der Studie des DKFZ nahe: „Elektrische Zigaretten“.

 

Beispiel für den Aufbau einer elektronischen Zigarette (Quelle)

Beispiel für den Aufbau einer elektronischen Zigarette (Quelle)

Meine Meinung hat sich nicht geändert. Ich finde es ein völlig überflüssiges und grässliches Erzeugnis, das dem Raucher vorgaukelt, eine gesündere Alternative zur herkömmlichen Kippe bietet. Eine Marke nennt sich „Vita-Smoker“, was impliziert, dass es gesund sei. Doch das ist es keineswegs. Zweifelsfrei ist es eine Marktlücke, aber eine sehr zweifelhafte. Denn: keiner weiß bisher genau, wie sich der Konsum auf den aktiven und passiven Raucher auswirkt. Die Gefahren sind unbekannt. Und deshalb möchte ich hier deutlich vor dem Gebrauch warnen!
Alles Weitere könnt Ihr in der Studie oder in meinem alten Beitrag nachlesen.


442 Tage: Raucher und ihre Gehirne

Lange musstet Ihr warten. Ich hoffe Ihr seid mir dennoch treu geblieben. Ich hatte in den Semesterferien sehr viel zu tun und jetzt, da das Semester schon wieder mittendrin ist und ich die erste Klausur geschrieben habe, nehme ich mir endlich wieder mal Zeit einen Artikel zu verfassen. Er dreht sich um das Thema ‘Auswirkungen des Rauchens auf unsere Gehirne’.

Also steigen wir direkt ein:

Kurzzeitiges Passivrauchen kann süchtig machen

Forscher des US-National Institute on Drug Abuse in Bethesda (NIDA) haben untersucht, inwieweit sich das Passivrauchen auf das Gehirn auswirkt und herausgefunden, dass selbst der kurzzeitige (unfreiwillige) Konsum – also Passivrauchen -  süchtig machen kann.  Die Studie betrachtete 2 Gruppen (24 Teilnehmer): eine, die 1h lang frischer Luft ausgesetzt waren und eine zweite, die Zigarettenrauch exponiert waren. Das Passivrauchen wurde in einem Auto durchgeführt. verabreichte man beiden einen Tracer (Indikator). Der überwindet die Blut-Hirn-Schranke und besetzt im Gehirn Rezeptoren, nämlich die Nikotin-Rezeptoren. Man scannte die Personen dann in einem Positronen-Emissions-Tomographen (PET). Dabei haben sie festgestellt, dass dieser Stoff bei den Passivrauchern nur in geringerer Konzentration vorhanden war, was daran liegt, dass das Nikotin selbst die Rezeptoren besetzt hatte. Unter den Probanden waren auch Raucher. Sie bestätigten am Ende ein vermehrtes Verlangen nach Nikotin, was vermutlich durch die zusätzliche Besetzung mit dem Tracer in Verbindung steht.

Raucher haben weniger ‘graue Zellen’

Das führt dazu, dass man das Passivrauchen quasi als Risikofaktor betrachten kann, der die Gefahr selbst ein Raucher zu werden und zur Zigarette zu greifen, erhöhen kann. Freilich konnten die Forscher nicht mit Sicherheit ausschließen, dass hierbei nicht auch andere Faktoren, wie z.B. familiäre Disposition, eine Rolle spielen.

In einer weiteren und älteren Studie der Berliner Charité wurde festgestellt, dass Raucher ein kleineres Gehirn haben. Genauer gesagt ist die Großhirnrinde – der präfrontale Cortex – betroffen. Ich habe bereit schon mal über diese Studie berichtet: 220 Tage: Macht Rauchen dumm?. Ich werde es Euch aber noch einmal kurz zusammenfassen:

Forscher der Berliner Charité und Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) untersuchten die Dicke des Kortex mittels eines Magnetresonanztomographen (MRT) bei 22 Rauchern und 21 Nichtrauchern. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass der mediale orbitofrontale Kortex bei den Rauchern dünner ist, als bei der Vergleichsgruppe, die niemals geraucht hat. Ob nun das Rauchen für die Schrumpfung verantwortlich ist, oder ob Menschen mit einem kleineren medialen orbitofrontalen Kortex häufiger zur Zigarette greifen, kann gesagt werden. Damit Ihr seht, um welchen Bereich es sich handelt, hier ein Bild dazu:

Die komplette Studie könnt Ihr hier nachlesen: Archives of General Psychiatry (2011; doi: 10.1001/­archgen­psychiatry.2011.51) (Quelle: Ärzteblatt)

medialer orbitofrontaler Kortex

medialer orbitofrontaler Kortex

Diese Ergebnisse, dass die Hirnrinde bei Rauchern verringert ist, wurden jedoch nun in einer weiteren Studie bestätigt. Dieser Gehirnbereich ist übrigens u.a. für das Treffen von Entscheidungen und der Impulskontrolle verantwortlich.

Der an der Studie beteiligte Professor Gallinat sagte zum weiteren Verlauf:

“Zunächst planen wir eine Studie, um herauszufinden, ob sich die Hirnstruktur von Rauchern wieder normalisieren kann, wenn sie mit dem Rauchen aufhören oder ob die Veränderungen dauerhaft sind.”

Quelle: BMBF und Diabetes-Ratgeber


340 Tage Rauchen bei Erkältungen

aschenbecherNach über einem Jahr habe ich mir mal wieder eine Erkältung eingefangen. Aber das ist ja kein Wunder, wenn alle anderen im Haushalt auch eine hatten… Jedenfalls muss ich nun daran denken, wie das früher war, als ich noch geraucht habe.

Ich war ja nun wirklich eine hartgesottene Qualmerin. Nicht mal mit den schlimmsten Halsschmerzen verzichtete ich. Das einzige, was mich wirklich abhalten konnte, war die extreme Abgeschlagenheit bei Fieber. Wenn ich Fieber habe, bin ich wie ausgeknockt. Ne richtige Schlaftablette. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, fallen mir dazu keine Nettigkeiten ein! Ich will mich heute also ein wenig über das Thema “Rauchen bei einer Erkältung” auslassen.

Kennt Ihr das: Wenn Ihr Husten und Schnupfen habt, dann schmecken die Zigaretten echt widerlich (das tun sie eigentlich immer) und man raucht sie eigentlich nur, weil man sie braucht. Aber warum schmecken sie so eklig? Das liegt daran, dass sich ein grippaler Infekt auch auf den Geruch- und Geschmacksinn auswirkt. Das Essen schmeckt nicht mehr und somit auch die Sargnägel. Es kann aber auch sein, dass Ihr wegen der Erkrankung einige Tage nicht geraucht habt und wenn Ihr Euch wieder eine anzündet, Ihr sie am liebsten wieder ausdrücken möchtet. Der Grund hierfür ist, dass sie dann wieder fast wie die erste Zigarette schmecken.

Das schlimmste, was Ihr Euch während einer Erkältung antun könnt, ist das Rauchen. Eure Atemwege sind gereizt, sie produzieren Schleim, der die Bakterien oder Viren nach draußen befördern soll. Rauchen setzt Euren Bronchien und der Lunge noch mehr zu, sodass es Eure Genesung verzögern kann. Interessant ist, dass das Immunsystem von Rauchern den Erregern nicht etwa zu wenig entgegensetzt, sondern zu viel. Und das ist auch der Grund, warum viele Raucher stärker unter den Symptomen Husten und Schnupfen leiden, als Nichtraucher. Das wurde in einer etwas älteren Studie herausgefunden (Quelle).

Deshalb mein Tipp: Wenn Ihr Erkältet seid, dann lasst es in dieser Zeit. Und wenn Ihr dann merkt, dass es eigentlich auch ohne geht, dann könnt Ihr es ja auch gleich lassen.


  • Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes
    © cabriokatha 2010, jarrah is the theme
    Jarrah theme by Templates Next | Powered by WordPress